Leipzig im Jahr 1989

Unbenannt

Dieser Film entstand im August 1989. Er zeigt die Stimmung der Bevölkerung in Leipzig kurz vor der ersten Montagsdemonstration.

Zu sehen sind Bilder vom Verfall der Stadt und ganz “normale” Leipziger Bürger, die sich offen über die unhaltbaren Zustände in der DDR äußern.

Foto: Screenshot YouTube

4 comments

  • Also, ich war 1989 definitiv dabei und muss aber klar sagen, dass einige Filmaufnahmen ganz klar nach 1990 gemacht worden sind. Ich war auch bei jeder Montagsdemo dabei und bin fürs Neue Forum Kurier gefahren und habe da sehr viel riskiert. Die Sahne schöpfen jetzt andere ab. Ich habe einen Beitrag geleistet, indem ich die Flugblätter gefahren habe, die damals zum Gewaltverzicht aufgerufen haben. Vervielfältigt wurden die in den Pfarrhäusern der christlichen Gemeinden in Leipzig. Aber der Zerfall der Häuser in Leipzig und besonders auch Halle ist ja auf die ungeklärten Besitzverhältnisse zurückzuführen. Es handelte sich um Häuser, die im privaten Besitz waren und deren eigentümer gar kein Interesse hatten , diese Häuser zu erhalten. Man muss nur mal schauen, was der Erhalt der Bausubstanz kostet. Aktien zu verwalten ist da wesentlich unproblematischer. Das ist nun nicht alles auf dem Mist der Geschichte gewachsen.

    • Das einige Aufnahmen nach 1990 entstanden, ist aus meiner Sicht unerheblich. Die Dokumentation des Verfalls der Ostdeutschen Städte wird dadurch nicht verfälscht. Bis heute – 25 Jahre danach – gibt es in Leipzig immer noch vereinzelt Häuser, die das Ausmaß dieses Verfalls erahnen lassen. Gottlob sind es nur noch sehr wenige Ausnahmen. Das für mich erschreckendste ist, zu sehen, in was für Buden die Menschen damals leben mußten. In solche Häuser würde heute niemand mehr einziehen – damals war man froh, überhaupt ‘ne eigene Wohnung zu haben.

  • Also ich habe auch in der DDR gelebt, wenn auch nicht in Leipzig. An Müllberge auf den Strassen kann ich mich nicht erinnern. Die, denen Häuser gehörten, hatten es schwer Handwerker zur Instandhaltung ranzukriegen, selbst, wenn sie sie bezahlen konnten-aber heruntergekommenen waren nicht die Häuser, die einen Eigentümer hatten, sondern wie der Vorredner schrieb, die deren Eigentumsverhältnisse nicht geklärt waren.
    Ich finde den Beitrag ziemlich polemisch (schon allein die Stimme des Berichterstatters)-hört sich an wie ein Beitrag zum “kalten Krieg”.
    Achso und der Bericht zu den Kinderärzten könnte auch noch in die heutige Zeit passen….

  • Pingback: Leipzig im Sommer 1989 – Ein Film von Peter Wensierski | Das Kraftfuttermischwerk

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