Palästinensische Stimme im Netz: Ein Profilbild erobert Facebook

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In den letzen Tagen gab es nach palästinensischen Angaben über 100 Tote im Gaza-Streifen und auf israelisches Gebiet werden immer wieder Raketen abgefeuert. Auslöser war der gewaltsame Tod dreier jüdischer Jugendlicher und der mutmaßliche Rachemord an einem palästinensischen Kind.

Im Zentrum der verschiedenen Konfliktfelder steht der ungelöste Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Im Kern geht es um territoriale Ansprüche auf das Gebiet zwischen Jordan und Mittelmeer.

Der Konflikt hat sich auch längst auf Facebook und Twitter übertragen und man findet unzählige Bilder von getöteten Kinder und anderen Gräueltaten, deren Echtheit in vielen Fällen zumindest fragwürdig ist. Oft sind sie auch zeitlich und/oder geografisch nicht korrekt.

Versehen sind sie mit Hashtags, wie #freepalestine, #freegaza oder #prayforpalestine. Kaum ein Facebook-Post, der nicht derart kommentiert wird.

Die Gemeinsamkeit: Ein mit der palästinensischen Flagge bemaltes Gesicht, dem der Mund von einer israelischen Hand zugehalten wird.

Unbenannt

Die Aussage: Die palästinensische Stimme geht in der Berichterstattung unter und sie soll so zumindest im Netz mehr Gehör finden.

Das Ziel wird zumindest in den Sozialen Netzwerken erreicht, wenn auch in den wenigsten Fällen sachlich. Auch die Reaktionen auf diese Kommentare schlagen sehr oft in rassistische, beleidigende und diffamierende Bemerkungen um.

Ob damit der Sache geholfen ist, oder ob dadurch nicht noch mehr Wut geschürt wird, bleibt fraglich.

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